Mamadou N’Dour

Geboren 1968 in Dakar, der Hauptstadt des Sénégal, West-Afrika, lebe ich seit 2005 mit meiner Frau in Hannover.

Die Musik hat schon immer mein Leben bestimmt – in meiner Jugend hat alles angefangen: Zuerst habe ich eine Ausbildung als Tänzer bei dem senegalesischen Ballett Bougarabou, begleitet von den verschiedenen traditionellen Instrumenten meiner Heimat, absolviert.

Nach meinem Wechsel zum Ensemble Foret Sacre haben wir das Stück „Gorée – Mon histoire“ auf Tourneen durch Europa präsentiert. Zu der Zeit begann ich bereits Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben.

Ende der 90-iger Jahre bin ich in den Niederlanden mit der von mir gegründeten Gruppe „Kocci Barma“ aufgetreten. Unterstützt wurde ich dabei von Caesar Saudewjick, dem legendären Schlagzeuger der Band Golden Earring.

Außerdem habe ich in Den Haag und Umgebung viele Tanz- und Perkussionskurse gegeben.

Bei einem längeren Aufenthalt im Sénégal habe ich mich intensiv mit den Traditionen und der Musik der Serrer (meiner ethnischen Volksgruppe im Sénégal) beschäftigt. Durch Kontakte mit vielen traditionellen Musikern und der Auseinandersetzung mit der Geschichte meiner Vorfahren habe ich einen eigenen modernen Stil des Komponierens, Gitarrespielens und Singens entwickelt. In dieser Zeit sind viele Texte entstanden, die vom Zusammenleben der Generationen und der ethnischen Gruppen in meiner Heimat handeln.

Seitdem ich wieder in Europa bin, unterrichte ich auch in Hannover afrikanischen Tanz und Perkussion.

Im Januar 2008, bei einem Gastspiel des afrikanischen Zirkus „Afrika!Afrika!“ in Hannover, traf ich einige Musiker aus dem Sénégal. Mit Baboulaye Sissokho, einem der besten Kora-Spieler meiner Heimat, verbindet mich seitdem eine enge Freundschaft. Sein moderner unkonventioneller Stil, die Kora zu spielen, inspirierte mich sehr. Studio-Aufnahmen in Deutschland und Dakar folgten. So entstand das Projekt „Mélogal“.